Oscar Niemeyer – Sinnliche Kurven der Architektur
Oscar Niemeyer – Sinnliche Kurven der Architektur
Die Ausstellung in der Tatra-Galerie in Poprad über den weltbekannten Architekten Oscar Niemeyer ist eine interessante räumliche Lösung und bietet zahlreiche Fotografien, Studien und Modelle über diesen Architekten. Die Ausstellung wird auf der Grundlage der langjährigen Zusammenarbeit zwischen TG und dem Architektur-Kabinett in Ostrava präsentiert.
OSCAR NIEMEYER
(15. Dezember 1907 – 5. Dezember 2012) Oscar Niemeyer ist eine Legende der Weltarchitektur. Er wurde in Rio de Janeiro geboren. Mit dreiundzwanzig Jahren schrieb er sich an der örtlichen Kunstakademie ein und fand nach seinem Abschluss eine Stelle im Atelier von Lúcia Costa. Costa war ein leidenschaftlicher Befürworter der modernen Strömungen, die sich schnell von Europa auf den südamerikanischen Kontinent ausbreiteten. Der Wendepunkt in Niemeyers Leben kam 1936, als Le Corbusier Brasilien besuchte. Niemeyer war zunächst ein treuer Schüler und Mitarbeiter seines Meisters, wurde jedoch allmählich zu seinem Rivalen. Niemeyer spricht noch heute von seinem großen Vorbild: „Le Corbusier hatte eine außergewöhnliche Vorstellungskraft. Er war ein großartiger Architekt, aber als Mensch war er klein.“ In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass Niemeyer die Vorstellungskraft als Hauptleitlinie der architektonischen Kunst betont. Er selbst entwickelte eine Architektur, deren formaler Aspekt oft die Praktikabilität überwiegt. Der beste Beweis dafür ist die Hauptstadt Brasília, die eine markante Hommage an Niemeyers künstlerisches Genie darstellt.
Die Ausstellung von Fotografien des slowenischen Kunsthistorikers Prof. Damjan Prelovšek ehrt die bedeutendsten Gebäude der brasilianischen Hauptstadt, die in diesem Jahr den 66. Jahrestag ihrer Erbauung feiern, sowie ihren Schöpfer, die Legende der Weltarchitektur Oscar Niemeyer.
DAMJAN PRELOVŠEK
(* 18. Februar 1945) Nach dem Abitur 1965 studierte er Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Ljubljana. Nach seinem Abschluss an der Universität im Jahr 1969 erhielt er ein Herder-Stipendium in Wien, wo er vor allem mit der Professorin Renate Wagner Rieger zusammenarbeitete. 1977 promivierte er mit einer Dissertation über Plečniks Werke in Wien (er ist Mitautor der aktuellen Ausstellung auf der Bratislavaer Burg über Plečnik).
Seit 1971 arbeitete Damjan Prelovšek am Institut für Kunstgeschichte der Slowenischen Akademie der Wissenschaften, dessen Direktor er 1995 wurde. 1972 vertrat er das damalige Jugoslawien bei den Olympischen Spielen in München im Wildwasser-Slalom. In den Jahren 1990 und 1991 war er als Gastprofessor an der Universität Salzburg in Österreich und 1992 auch an der Zentralen Europäischen Universität in Prag sowie am College for New Europe in Krakau tätig. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit Sitz in Österreich. Von 1998 bis 2002 war er slowenischer Botschafter in Prag. Damjan Prelovšek konzentriert sich in seiner Arbeit vor allem auf die Geschichte der slowenischen Architektur und der modernen Kunst, insbesondere auf das Werk des Architekten Josip Plečnik, was sich in der großen Anzahl an Artikeln widerspiegelt, die in slowenischen und ausländischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Als Fachberater und Initiator war er an der Vorbereitung nahezu aller Ausstellungen beteiligt, die sich mit Plečniks Werk befassen, z.B. 1986 in Paris und 1996 in Prag. Er ist der Autor der Ausstellung „Architekt Oscar Niemeyer, Brasília.“
Termine
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Ort
Tatranská galéria
Hviezdoslavova 341/12
058 01 Poprad